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2. Reptilientag der ÖGH in den Blumengärten Hirschstetten

 Krk 25 09 2005 Bild 439

Die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie veranstaltet zum zweiten Mal den „Reptilientag der ÖGH in den Blumengärten Hirschstetten“.

Nach dem erfreulichen Erfolg des 1. ÖGH Reptilientages im Vorjahr findet die Veranstaltung in diesem Jahr ihre Fortsetzung. Mit Unterstützung der Blumengärten Hirschstetten und des Leiters des Zoos, Ronald Lintner, wartet ein spannendes und vielseitiges Programm auf die Besucher! Die Tagung wendet sich vor allem an Terrarianer und Praktiker, die sich speziell mit Reptilien beschäftigen und an all jene, denen Reptilien ein Anliegen sind. Etliche der Vorträge sind durchaus auch für Laien geeignet! Darüber hinaus haben hier ambitionierte Praktiker wie auch Feldherpetologen und Wissenschafter die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auszutauschen. Themen über Haltung, Zucht, Biologie und Schutz von Reptilien stehen dabei im Mittelpunkt. Interessenten sollen auf diesem Weg die Möglichkeit finden, sich zu vernetzen.

Wann: Samstag, 21.09.2019, 10.00 bis 12.00 Uhr, 13.00 bis 15.30 Uhr

Wo: Glashaus für Veranstaltungen ("Greenhouse 1") direkt neben dem Hauptdurchgang. Bitte der Wegbeschriftung folgen.

Organisatorisches
Die Einfahrt vom Eingang Süd (Quadenstraße) in das Gelände ist für eine beschränkte Anzahl von PKWs möglich. Parkplatzmöglichkeiten gibt es auch beim Eingang Nord in der Oberfeldgasse. In der Pause (12.15 bis 13.00 Uhr) gibt es in den Blumengärten Hirschstetten Möglichkeiten für einen Imbiss in unmittelbarer Nähe. Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Programm

 

Bildautor: C. Riegler

Tagung zum Lurch des Jahres 2019

Bergmolch Tagung Linz 2019 

Am 23. und 24 November 2019 findet die diesjährige Tagung der AG Feldherpetologie und Artenschutz in Kooperation mit dem NABU und der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) statt. Die Tagung findet im Schlossmuseum in Linz an der Donau/Oberösterreich statt (http://www.landesmuseum.at/de/), Schlossberg 1, A-4020 Linz statt.

Schwerpunkte der Tagung sind:

• Verbreitung des Bergmolches
• Neue Erkenntnisse zur Biologie, Ökologie und Systematik
• Monitoring, Langzeituntersuchungen und Bestandssituation
• Schutzkonzepte und Schutzmaßnahmen

Am Freitagabend treffen wir uns ab 19:00 Uhr zur Begrüßung. Die Örtlichkeit wird noch bekannt gegeben. Das gemeinsame Abendessen am Samstag findet ab 19:30 im Klosterhof in der Altstadt bei traditionell oberösterreichischer Kost statt (http://www.klosterhof-linz.at/).

Für einen Einführungsvortrag zur Ökologie des Bergmolches ist es uns gelungen, Mathieu Denoël von der Universität Liège in Belgien, den aktuellen Präsidenten der Societas Europaea Herpetologica und einen der besten Kenner dieser Art weltweit, gewinnen zu können.

Es gibt noch Platz für einige Vorträge zu aktuellen Untersuchungen und diversen Aspekten von Verbreitung, Ökologie und Schutz des Bergmolches. Wir freuen uns auf weitere Anmeldungen mit kurzer Zusammenfassung (maximal 1000 Zeichen) bis einschließlich Montag, 23. September.

Anmeldungen von Vorträgen und Poster-Beiträgen senden Sie bitte per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Unverbindliche Anmeldung zur Tagung: Tagungsanmeldung

Die jeweils aktuellsten Informationen finden Sie unter https://feldherpetologie.de/, http://www.amphibienschutz.de, und www.herpetozoa.at.

Der Bergmolch - Lurch des Jahres

NEU: Das aktuelle Monatsprogramm

Erdkröten

Das neue MONATSPROGRAMM ist jetzt auch online verfügbar. Die ÖGH veranstaltet einmal pro Monat einen Vortrag zu unterschiedlichen herpetologischen Themen. Der Vortrag findet immer in den Bibliotheksräumen der Herpetologischen Sammlung statt. Beginn ist immer (wenn nicht anders angekündigt) um 18 Uhr 30. Zusätzlich finden sich spannende Tagungen und auch Veranstaltungen der Landes- und regionaler Gruppen im Programm . Gäste sind herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf auf ein Wiedersehen im September!

 

Herpetozoa online!

This is the homepage of the new Herpetozoa website, designed and provided by ARPHA.

Am 13. Mai sind die ersten Artikel von Band 32 der Herpetozoa auf der neuen Website veröffentlicht worden. Die Herpetozoa erscheint jetzt als Open Access Journal bei Pensoft, einem international renommierten Fachverlag. Durch die neue Erscheinungsweise wird der Publikationsprozess beschleunigt, auch die Sichtbarkeit der Veröffentlichungen soll in einer Zeit, in der Literatursuche fast nur mehr im Internet stattfindet, deutlich erhöht werden.

https://herpetozoa.pensoft.net/

Die Herpetozoa gilt als das Aushängeschild der ÖGH, und hat ihre Position innerhalb der herpetologischen Fachzeitschriften stetig verbessert. In jüngster Zeit kamen die eingereichten Manuskripte vorwiegend aus Lateinamerika und Vorderasien, zu einem kleineren Teil aus Süd- und Osteuropa, aber kaum mehr aus dem Kreis der Mitglieder der ÖGH. Die neue Publikationsform erlaubt es, jederzeit auf die Beiträge zugreifen zu können, auch mit Tablet oder Smartphone. Die ÖGH bezahlt dem Verlag einen jährlichen Beitrag für die Nutzung der Publikationsplattform, in der Umstellungsphase fallen zusätzliche Kosten an. Am Jahresende soll der Band auch im Druck erscheinen; er wird aber auch für Mitglieder nicht kostenfrei erhältlich sein können. Details dazu werden im Herbst bekanntgegeben.

Wir hoffen, dass die attraktive Präsentation und rasche Veröffentlichung auch wieder mehr Autorinnen und Autoren aus den Reihen der ÖGH davon überzeugen werden, ihre Arbeiten hier zu veröffentlichen.


Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!

Pennsoft Press Release 15-May-2019

ÖGH-Exkursion zum Lurch des Jahres in Wien

Bergmolch Ex ÖGH Wienerwald 13.4

Erstmals für diese Saison wurde allen ÖGH Mitgliedern ein umfangreiches, österreichweites Angebot an herpetologischen Exkursionen übermittelt. Für den Raum Wien war am 13. April eine Exkursion nach Neuwaldegg angesetzt. Sie stand unter dem Motto „Exkursion zum Lurch des Jahres“ – dem Bergmolch. Bei kühlen Temperaturen und bedecktem Himmel fanden sich 16 Teilnehmer ein, die vom Exkursionsleiter Günter Gollmann begrüßt wurden. Unterstützt wurde Günter Gollmann von Andrea Waringer-Löschenkohl; einige Teilnehmer übernahmen Kescher und Schalen, um die die gekescherten Tiere besser begutachten zu können.

Von der Bushaltestelle Hanslteich aus ging es durch in den Wald bergauf zu Tümpeln und Teichen, die vor Jahren durch das besondere Engagement von Förster und Umweltschützer Hannes Minich angelegt worden sind. Laichballen und Larven von Springfröschen konnten in fast allen Wasserstellen gefunden werden. Auch Laich des Grasfrosches wurde entdeckt. Die Bergmolche ließen zunächst auf sich warten. Bedingt durch die kühle Temperatur kamen sie nur selten zum Atmen an die Wasseroberfläche. Letztendlich konnten zwei Weibchen, prall mit Eiern gefüllt, beim Keschern gefangen werden. Neben Libellenlarven war besonders der Nachweis von Feuersalamanderlarven in mehreren Gewässern bemerkenswert. Knapp vor Ende der Exkursion konnte noch eine Blindschleiche präsentiert werden, die sich unter einem Holzbrett befunden hatte.

Fotos: Ute Nüsken, Sabine Greßler und Richard Gemel

Landesgruppe Steiermark

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Im Februar 2015 wurde in der Steiermark die erste ÖGH-Landesgruppe gegründet; sie steht unter der Schirmherrschaft des Universalmuseums Joanneum in Graz. Die ursprünglich aus einer „ARGE Würfelnatter“ der Österreichischen Naturschutzjugend hervorgegangene Gruppe versucht, herpetologisch Interessierte unterschiedlicher Naturschutzorganisationen (Öst. Naturschutzjugend, Öst. Naturschutzbund, Berg- und Naturwacht,…), TerrarianerInnen und Behörden als „Brückenbauer“ zusammenzubringen.

Zwar sind etliche des Kernteams Mitglieder der ÖGH, eine Vereinszugehörigkeit steht jedoch im Hintergrund. Ein besonderes Anliegen ist uns auch die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn, der „Societas Herpetologica Slovenica“: In den letzten Jahren wurden gemeinsame Exkursionen durchgeführt, auch unsere Tagungen fanden eine rege Beteiligung slowenischer GesinnungsgenossInnen. Unsere erste Tagung 2015 wurde noch unter dem Namen „ARGE Herpetologie Steiermark“ durchgeführt.

Leiter der Landesgruppe ist Werner Kammel (Stellvertreter: Oliver Gebhardt), Schriftführerin Andrea Haunold (Stellvertreterin: Claudia Gebhardt). Auf einen „Kassier“ können wir derzeit noch verzichten. Abgesehen von projektspezifischen Tätigkeiten werden alljährlich eine Tagung, 2 Exkursionen und 7 Treffen in der Grazer Innenstadt durchgeführt (jeweils am 4. Mittwoch eines Monats, ausgenommen Ferienzeiten und Monate mit sonstigen Aktivitäten). Die Korrespondenz erfolgt ausschließlich über Email. Zu unseren Treffen ist jede interessierte Person herzlich eingeladen.

Unsere alljährlichen Aktivitäten beinhalten:

  • Erfassung von Daten seitens diverser NGOs, Behörden, Schulen, u.a.;
  • Unterstützung und Initiierung vorwissenschaftlicher oder universitärer Arbeiten
  • Unterstützung von Amphibienschutzaktionen
  • Vorbereitung und Durchführung einschlägiger Projekte im Bereich Naturschutz / Herpetologie

Leitung: Werner Kammel - Kontakt


Aktivitäten 2019

Unser nächstes Treffen ist für Mittwoch, 26. Juni 2019, 19 Uhr wie bisher im GH Blaukrah (Graz) vorgesehen.

Jahrestagung

Die 5. Jahrestagung der Landesgruppe fand in gewohnter Manier statt, aus Rücksichtnahme auf einzelne Vortragender aber bereits am 26. Jänner 2019. Nicht bedacht hatten wir, dass dieser Termin in die Prüfungsphase der K. F. Universität Graz fiel, wodurch Studierende und Lehrende der Uni großteils ausblieben. Die 41 Teilnehmenden fanden am gewohnt bunten Programm offensichtlich Gefallen. Auf Wunsch des Amtes der Stmk. Landesregierung wurde dieses Jahr mit vier Vorträgen in der ersten Hälfte der Tagung ein Schwerpunkt auf die neue Amphibienschutzanlage in Kirchberg an der Raab gesetzt. Diese ca. 1 km lange Anlage mit 17 Tunnel besitzt einen experimentellen und kostenschonenden Charakter und zeichnet sich durch ein hohes Wandergeschehen der Knoblauchkröte und einer wissenschaftlichen Begleitforschung aus.

Tagungsbeiträge stehen als pdf-file auf der homepage des Universalmuseums zu Verfügung:

Erste Exkursion: Trass-Steinbruch bei Bad Gleichenberg

Unsere erste und eintägige Exkursion führte zu einem „hot spot“ für Herpetozoa der Steiermark (13 nachgewiesene Arten in teilweise hohen Bestandsdichten): Zum aufgelassenen Trass-Steinbruch in Gossendorf am Nordrand des Gleichenberger Kogels. Dabei war uns das Wetter am 1. Mai hold, der erste und mäßig warme Schönwettertag nach einer Regenphase: Die 15 Teilnehmenden konnten innerhalb von 3 Stunden 12 Schlangen (Äskulap-, Ringel-, Schlingnatter), ca. 100 Eidechsen (Mauer-, Smaragdeidechse) sowie etliche Gelbbauchunken (auch bei der Paarung) beobachten. Mal von Springfröschen und Blindschleichen abgesehen. Der gemütliche Ausklang fand im nahe gelegenen und empfehlenswerten Gasthaus Kulmberghof (Gossendorf) statt.

Monitoring und Kartierungen

Das Monitoring sämtlicher EU-geschützter Herpetozoa wird an 99 Standorten zuzüglich 7 Amphibienwanderstrecken (Trägerschaft: Stmk. Berg- und Naturwacht) unter Leitung von Werner Kammel fortgeführt. Daran beteiligt sind auch Frank Weihmann (2 ÖNB-Liegenschaften), Oliver Gebhardt (Lafnitztal), Werner Krupitz (Salzkammergut), Christine Orda-Deitzer (Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen), bei Unterstützung und Mitarbeit seitens Eva Bernhart, Werner Stangl und Claudia Gebhardt. Im Rahmen dieses Projektes finden auch regionale Informationsveranstaltungen statt. Zudem wurde ein Doppel-Folder „Amphibien und Reptilien in unseren Gärten“ gestaltet und seit März verbreitet. Dieser stellt jedoch nicht die einzelnen Arten in den Vordergrund, sondern ist auf Fördermöglichkeiten  und Schutzmaßmahmen für Amphibien und Reptilien im Garten fokussiert.

Die im Rahmen des ÖGH-Projektes „Ergänzenden Kartierungen FFH-relevanter Herpetozoa in der alpinen Zone der Steiermark“ werden im Jahr 2019 überwiegend in der nördlichen Oststeiermark (Stmk. Randgebirge) durchgeführt. Bisher konnten interessante Erkenntnisse zur Verbreitung von Amphibien im Naturpark Pöllauertal sowie zur Mauereidechse in der weiteren Umgebung gewonnen werden.

Ein weiteres kleines Kartierungsprojekt zur Verbreitung der Kreuzotter außerhalb bzw. am Rande des bekannten Verbreitungsgebietes wird auf Grund einzelner, noch unbestätigter Fundmeldungen durch Werner Stangl und Werner Kammel ebenfalls in der nördlichen Oststeiermark ausgeführt. Hierfür erhielten wir eine bescheidene Förderung seitens der Stmk. Landesregierung.

Amphibienschutz an Straßen

RabenhofAmphzaun1Das Wandergeschehen von Amphibien in der südlichen Steiermark war 2019 von einer extremen Dürreperiode von Dezember 2018 bis Mitte April 2019 geprägt. Einzelne Teiche wie der Große Rabenhofteich waren fast gänzlich ausgetrocknet. An manchen Teichen blieb heuer die Wanderung gänzlich aus (z. B. Balkan-Moorfrosch an den Neudauer Teichen). Unsere 1 km lange Wanderstrecke an den Rabenhofteichen(St. Veit i. S.) wurde am 28. Februar auf- und am 17. April abgebaut. Die Anzahl wandernder Amphibien sank auf ca. 5.500 Individuen, wobei die einzelnen Arten unterschiedlich auf die klimatischen Bedingungen reagierten: Beim Balkan-Moorfrosch erstreckte sich das Laichgeschehen auf 3 Wochen statt auf wenige Tage, da viele Individuen augenscheinlich lange auf der Suche nach Wasser herumirrten. Massive Rückgänge des Wandergeschehens gab es bei Alpen-Kammmolch, Teichmolch, Springfrosch und Teichfrosch. Knoblauchkröten wanderten heuer verhalten und jahreszeitlich deutlich später. Auffallend war bei etlichen Arten ein deutlicher Rückgang wandernder Männchen. Weibchen hatten nachvollziehbar einen höheren Drang dazu. Auch fiel auf, dass zahlreiche Tiere untertags selbst bei Sonnenschein von ausgetrockneten zu gefüllten Teichen „flüchteten“. All dies erfolgte zur Freude von Predatoren: Grau- und Silberreiher, Schwarzstorch und weitere Wasservögel fanden einen reich gedeckten Tisch in seichtem Wasser vor.

An einer zweiten kleineren, von Werner Stangl betreuten Wanderstrecke im Pailgraben (Gratkorn) wanderten 2019 ca. 100 Tiere, überwiegend Erdkröten.

Weitere HelferInnen sind höchst willkommen! Kontakt


Vorschau 2020

Unsere 6. Jahrestagung wird am 8. Februar 2020 wie bisher im Naturkundemuseum Joanneum Graz stattfinden. Das Programm - diesmal wieder ohne Themenschwerpunkt - steht weitgehend fest, wird aber erst im November dieses Jahres fixiert.


Rückschau auf die Aktivitäten der Landesgruppe Steiermark 2018