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ÖGH Exkursionen 2020

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie und der von der Österreichischen Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen, werden bis auf weiteres alle ÖGH Veranstaltungen, außer die unten angeführten Exkursionen, abgesagt. Wir werden Sie auf der Homepage am Laufenden halten sobald es zu Lockerungen der Maßnahmen kommt die eine Durchführung unsere Veranstaltungen wieder ermöglichen.

Exkursionen Symbolbild

 

  • Samstag, 06. Juni

Andreas Maletzky

Exkursion der ÖGH und der HerpAG zum „Reptil des Jahres“ Zauneidechse im unteren Lammertal

Treffpunkt: 08:30 Uhr, Parkplatz in Unterscheffau, an der B162 Lammertalstraße, gegenüber der Tennisanlage (Gde. Scheffau am Tennengebirge), von Golling kommend rechtsseitig zwischen Bundesstraße und Lammer. Dauer bis etwa 12 Uhr.

Im Lammertal bei Unterscheffau befinden sich entlang des Flusses hochwertige Lebensräume für heimische Reptilienarten, darunter auch für das „Reptil des Jahres“, die Zauneidechse. Auch drei Schlangenarten (Äskulapnatter, Schlingnatter und Ringelnatter) können mit etwas Glück beobachtet werden. Amphibienliebhaber können im Bereich der Fischteiche am rechten Lammerufer und im Bereich von Kleingewässern am Hangfuss des linken Lammerufers auf ihre Kosten kommen. Die Wanderung führt durch weitgehend ebenes Gelände auf beiden Seiten des Flusses, großteils auf Forststraßen und Radwegen.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk, Fernglas, Jause und gute Laune nicht vergessen!


Um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis zum 31. Mai wird gebeten.

 

  • Samstag/Sonntag 4./5. Juli (ausgebucht)

Werner Kammel, ÖGH Landesgruppe Steiermark

Zweitägige Exkursion auf die Koralm

Schwerpunkt der zweitägigen Exkursion auf die Koralm mit Hüttennächtigung auf der Sucha-Alm sind die Erhebungen zur Verbreitung des Alpensalamanders. Maximale Teilnehmerzahl: 20.

Anmeldung bis spätestens 1. Mai erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Nähere Infos erfolgen nach der Anmeldung.

Publikationen

HZ Titelbild 31 3 4 klHERPETOZOA

Berichte der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie

Die allen Gebieten der Herpetologie gewidmete wissenschaftliche Fachzeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) mit begutachteten (peer-reviewed) Beiträgen in deutscher und englischer Sprache; ISSN 2682–955X (online), ISSN 1013–4425 (print).

ISI Journal Citation Reports© Ranking: 2018: (87/170) (Zoology); Journal Impact Factor (2018): 1,120, indexiert in: Biological Abstracts; BIOSIS (Previews); Current Contents - Agricultural, Biological & Environmental Sciences; Science Citation Index (Expanded); Web of Science; Zoological Record (Plus). 

Inhalt von Herpetozoa


OEGH Aktuell 54 April 2020ÖGH-Aktuell

Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie

Die Informationszeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie berichtet über Veranstaltungen und Projekte der Gesellschaft und enthält die Berichte des Generalsekretärs und des Schatzmeisters sowie herpetologische Fachbeiträge in deutscher Sprache (P-ISSN 1605-9344, E-ISSN 1605-8208).

ÖGH Landesgruppe Niederösterreich

Museum Niedeösterreich Laubfrosch Sumpfschildkröte Smaragdeidechse

Im Dezember 2019 wurde die ÖGH Landesgruppe Niederösterreich - in Zusammenarbeit mit dem Museum Niederösterreich, Haus für Natur in St. Pölten - gegründet. ÖGH Mitglieder erhalten ermäßigten Eintritt bei Vorlage der Einzahlung des Mitgliedsbeitrags.

Ziele und Tätigkeitsfelder der ÖGH Landesgruppe Niederösterreich

  • Ausbau und Stärkung der herpetologischen Zusammenarbeit
  • Fortsetzung und Entwicklung des Wissenstransfers (Wissensstand über den Bestand und die Verbreitung der Amphibien und Reptilien in Niederösterreich)
  • Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit (Reptil / Lurch des Jahres)
  • Verstärkte Nutzung von Social Media Plattformen (z.B. Facebook, Blogs, Twitter etc.)
  • Förderung der Bewusstseinsbildung zur Erhaltung der Artenvielfalt
  • Organisation und Durchführung von Aktionstagen, Tagungen und Vorträgen
  • Fortbildung- und Beratungsveranstaltungen

Ansprechpersonen:
Ronald Lintner (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Marlene Zechel (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

Landesgruppe Burgenland

Bernd Rassinger Laubfrosch Hyla arborea Schlingnatter Seewinkel

Die ÖGH Landesgruppe Burgenland wurde im Dezember 2019 im Naturhistorischen Museum Wien ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Vernetzen der verschiedenen Naturschutzvereine und aller herpetologisch Interessierten mittels regelmäßiger Treffen, Exkursionen und Vorträgen. Weiters soll durch gezielte feldherpetologische Arbeit der Wissensstand um die Amphibien und Reptilien im Burgenland verbessert werden.

Leitung: Bernd Rassinger

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Die Zauneidechse - Reptil des Jahres 2020

Nach dem Bergmolch 2019 rücken die Deutsche und die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) 2020 wieder ein bedrohtes Reptil in den Fokus: die Zauneidechse. "Lacerta agilis, die 'flinke Eidechse'. 

Charakteristisch für das variabel gezeichnete Reptil, das in Mitteleuropa meist 18 bis 20 Zentimeter Gesamtlänge erreicht, ist neben den prächtig grünen Flanken der Männchen eine braune Rückenfärbung mit dunklen Flecken und drei oft nur angedeuteten weißen Linien.

Zauneidechse Männchen Christoph Riegler OEGH Wachau

Zauneidechsen besiedeln in mehreren Unterarten das zweitgrößte Verbreitungsgebiet aller europäischen Echsen. Es reicht von England bis zum sibirischen Baikalsee und von Mittelschweden bis Griechenland. Zauneidechsen sind relativ anpassungsfähige Reptilien, die keine hohen Ansprüche an ihre Lebensräume stellen. In Österreich besiedelt die Zauneidechse mit Ausnahme der hochalpinen Lagen die Großlandschaften aller Bundesländer. Die Art kommt in Höhenlagen zwischen 115 und 1.700 m vor, Verbreitungsschwerpunkte finden sich in tieferen Lagen unter 500 m. Das Verbreitungsgebiet stößt im westlichen Österreich an seine südliche Arealgrenze, ansonsten schließen die österreichischen Bestände an Vorkommen in den Nachbarländern an.

Verbreitung Zauneidechse

Die Zauneidechse stellt neben der Wald- oder Bergeidechse (Zootoca vivipara) die in Österreich häufigste und am weitesten verbreitete Eidechsenart dar. Die Zauneidechse ist vor allem im Flach- und Hügelland anzutreffen, wo sich auch Menschen bevorzugt niederlassen. Die meisten Beobachtungen in Österreich erfolgen an Waldrändern, Böschungen, auf Ruderalfluren und im Grünland. Der Lebensraum ist durch eine stark entwickelte Krautschicht und fehlende bis mäßig entwickelte Strauch- und Baumvegetation charakterisiert. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit ist die Zauneidechse häufig an Bahndämmen, in Steinbrüchen, Weinbergen oder Gärten, Friedhöfen, Industriestandorten sowie Trocken- und Magerrasen zu finden. In solchen Lebensräumen findet die Zauneidechse genügend Nahrung in Form von Insekten und Spinnen.

Zauneidechse Habitat Christoph Riegler OEGH Wachau

Trotz ihrer weiten Verbreitung und der Tatsache, dass die Zauneidechse vielerorts die häufigste Reptilienart darstellt, lassen sich gebietsweise starke Rückgänge der Bestände beobachten. Aktuell wird Lacerta agilis auf der Roten Liste in Österreich unter "Gefährdung droht" geführt, in den meisten Bundesländern gilt sie sogar als gefährdet bzw. stark gefährdet. Gründe hierfür sind beispielsweise die Abtragung von Schotterkörpern stillgelegter Bahnlinien, Umwandlung von Magerrasen in Intensivgrünland oder Ackerflächen, Verbuschung nach Einstellung extensiver Mahd oder Beweidung, Flurbereinigung und der Biozideinsatz in der intensiven Landwirtschaft.

Geeignete Schutzmaßnahmen, um das Überleben der Zauneidechse langfristig zu sichern, sind etwa die Erhaltung sonniger Waldränder und Wegraine, die Vernetzung und Offenhaltung trockenwarmer Lebensräume wie Steinbrüche, Sandgruben oder Trockenmauern. Auch Querungshilfen wie Grünbrücken über Autobahnen bzw. Untertunnelungen oder eidechsengerechte Gestaltungen von Straßenböschungen können den Zauneidechsen helfen. Ein naturnaher Garten, bunte Wiesen und der Verzicht auf Pestizideinsatz fördern die Insektenvielfalt und beleben damit auch den Speisezettel der Zauneidechse. Lichte Stein- und Holzhaufen sowie Sandplätze für die Eiablage in einem wilden Garteneck locken die Sonnenfreundin an und helfen ihr beim Überleben. Um die Zauneidechse dauerhaft im Garten halten zu können müssen die entsprechenden Habitate jedenfalls katzenfrei gehalten werden.

Steckbrief der Zauneidechse – Reptil des Jahres 2020

  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Lacerta agilis („flinke Eidechse“)
  • Stämmige Eidechse mit relativ kurzen Beinen
  • Kräftiger, recht deutlich vom Rumpf abgesetzter Kopf
  • Körpergröße vom Alter und Lebensraum der Tiere abhängig
  • Gesamtlänge adulter Tiere um 18–19 cm (maximal 24 cm)
  • Kopf-Rumpf-Länge um 8 cm (maximal 9,6 cm)
  • Braune Rückenoberseite mit drei teilweise aufgelösten weißen Linien
  • weißen Elemente oft von dunklen Flecken eingefasst oder begleitet
  • Ausnahmen sind Schwärzlinge, rotrückige und zeichnungslose Farbvarianten
  • Männchen zur Paarungszeit an den Körperseiten leuchtend grün
  • Verbreitung von England bis Baikalsee, von Mittelschweden bis Griechenland
  • Rote Liste Österreichs „Gefährdung droht“
  • Rote Listen Bundesländer: gefährdet oder stark gefährdet

Broschüre

Flyer

Kinder-Broschüre

Poster

Presseaussendung

Fotos Christoph Riegler: Zauneidechsen Männchen, Habitat in der Wachau: Verbreitungskarte Zauneidechse (Quelle NHM Wien)

Herpetozoa online!

This is the homepage of the new Herpetozoa website, designed and provided by ARPHA.

Am 13. Mai sind die ersten Artikel von Band 32 der Herpetozoa auf der neuen Website veröffentlicht worden. Die Herpetozoa erscheint jetzt als Open Access Journal bei Pensoft, einem international renommierten Fachverlag. Durch die neue Erscheinungsweise wird der Publikationsprozess beschleunigt, auch die Sichtbarkeit der Veröffentlichungen soll in einer Zeit, in der Literatursuche fast nur mehr im Internet stattfindet, deutlich erhöht werden.

https://herpetozoa.pensoft.net/

Die Herpetozoa gilt als das Aushängeschild der ÖGH, und hat ihre Position innerhalb der herpetologischen Fachzeitschriften stetig verbessert. In jüngster Zeit kamen die eingereichten Manuskripte vorwiegend aus Lateinamerika und Vorderasien, zu einem kleineren Teil aus Süd- und Osteuropa, aber kaum mehr aus dem Kreis der Mitglieder der ÖGH. Die neue Publikationsform erlaubt es, jederzeit auf die Beiträge zugreifen zu können, auch mit Tablet oder Smartphone. Die ÖGH bezahlt dem Verlag einen jährlichen Beitrag für die Nutzung der Publikationsplattform, in der Umstellungsphase fallen zusätzliche Kosten an. Am Jahresende soll der Band auch im Druck erscheinen; er wird aber auch für Mitglieder nicht kostenfrei erhältlich sein können. Details dazu werden im Herbst bekanntgegeben.

Wir hoffen, dass die attraktive Präsentation und rasche Veröffentlichung auch wieder mehr Autorinnen und Autoren aus den Reihen der ÖGH davon überzeugen werden, ihre Arbeiten hier zu veröffentlichen.


Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!

Pensoft Press Release 15-May-2019