Die Blindschleiche - Reptil des Jahres 2017

Die Blindschleiche ist das „Reptil des Jahres 2017“!

Reptil 2017 Foto: KwetDie beinlosen Echsen, die trotz Namen und Aussehen weder blind noch Schlangen sind, zählen zu den häufigsten Kriechtieren unserer Heimat und sind in weiten Teilen Mitteleuropas fast flächendeckend verbreitet. Die verbliebenen Lebensräume unserer Kulturlandschaft besiedelt die Blindschleiche in relativ gesunden Beständen – so scheint es zumindest, denn unter allen einheimischen Reptilien ist sie tatsächlich die Art, deren Biologie am wenigsten erforscht ist. Auch Kenntnisse über ihre die lokalen Bestandsentwicklungen, die für den langfristigen Schutz zwingend nötig sind, liegen für die Blindschleiche kaum vor. Durch die Wahl der Blindschleiche zum „Reptil des Jahres 2017“ wollen wir auf diese harmlose, nur vermeintlich gut bekannte Echsenart aufmerksam machen und einen breiten Personenkreis informieren und sensibilisieren.

Blindschleiche - Anguis fragilis

Steckbrief: Echsenart mit schlangenähnlicher Gestalt; Länge 40-45 cm; glatte Schuppen; oberseits grau bis braun, unterseits schwarzgrau; Weibchen mit schwarzem Längsstreifen auf der Rückenmitte, Männchen meist zeichnungslos; bewegliches Augenlid; kann bei Gefahr den Schwanz abwerfen.

Lebensraum: offene bis halboffene Landschaften mit Sonn- und Versteckplätzen, z. B. lichte Wälder, Felsstandorte mit Gebüsch, Moorränder, Weinberge, Abgrabungsstätten, Weg-, Straßenböschungen, Bahndämme, Heiden, Magerrasen, Streuobstwiesen, Brachflächen, naturnahe Gärten.

Lebensweise: meist verborgen in dichter Vegetation oder Verstecken; Winterruhe: Oktober bis Ende März; Paarungszeit: Mai; Ende Juli bis September Geburt von 6-12 fertig entwickelten Jungtieren; Nahrung: Regenwürmer, Nacktschnecken, Insekten, Asseln; Feinde: Vögel, Säugetiere, Schlingnatter.

Gefährdung: In den Roten Listen von Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, und Luxemburg als „ungefährdet“, von Österreich als „potenziell gefährdet“ angegeben; Gefährdungsursachen: Aufforstung von Waldlichtungen, Beseitigung von Saumstrukturen; Einsatz von Agrochemikalien; Hauskatzen; Überfahren auf Straßen und Wegen.

 Anguis fragilis Verbreitung Österreich

Verbreitung der Blindschleiche in Österreich - Quelle NHM Wien

 

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Programm: Die Schönbrunner Amphibientage der ÖGH „Molchlertag“ und „Froschlertag“

Unke Froschlertag

Wir freuen uns im Namen der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie zum 19ten Molchlertag am Samstag den 9.November 2019 ab 12.00  und zum 4ten Froschlertag am Sonntag den 10. November 2019 ab 10.00 Uhr im Elefantensaal des Tiergartens Schönbrunn einladen zu dürfen.  

Hier findet sich das  Programm des Molchler- und des Froschlertages. Sollten Sie noch nicht im Verteiler der Amphibientage oder der ÖGH sein, aber dort aufgenommen werden wollen, können Sie sich dazu gerne hier anmelden.

Ort der Veranstaltung: Tiergarten Schönbrunn, Elefantensaal Adresse: Maxingstr.13b 1130 Wien  Im Tiergarten gibt es keine Parkmöglichkeit!

Wir werden auch dieses Jahr wieder einen kleinen Unkostenbeitrag einheben: 5 € /pro Tag (10 € für Molchler- und Froschlertag) Für ÖGH-Mitglieder kostenfrei, ebenso für die Referenten, Schüler und Studenten.

Bitte unbedingt um eine Anmeldung (für den Eintritt in den Tiergarten bindend notwendig). Vermerken Sie bitte auch, ob Sie vorhaben, den Abend mit uns im Gasthaus (Brandauers Bierstube, Am Platz 5a, 1130 Wien, gleich ums Eck) zu beschließen, sodass wir entsprechend disponieren können.

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen!

Molchlertag und Froschlertag wenden sich vor allem an Terrarianer und Praktiker, die sich speziell mit Amphibien beschäftigen, aber auch an Wissenschafter und all jene, die sich professionell oder privat mit Urodelen und Anuren befassen und denen der Schutz (auch) dieser Tiergruppen am Herzen liegt. Wir sehen uns als Forum, in welchem amphibienrelevante Themen behandelt werden: Die Amphibientage der ÖGH wollen Lurchbegeisterten, vom Wissenschafter bis zum ambitionierten Amateur, eine Möglichkeit der Begegnung und des Austausches bieten, Wissen zusammentragen und vermehren und die Menschen, die sich dieser Leidenschaft verschrieben haben, miteinander vernetzen.

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