Vom Suchen und Finden der Kroatischen Gebirgseidechse in Österreich

Iberolacerta horvathi C Riegler 

Um vorhandene Datenlücken zur Verbreitung der Kroatischen Gebirgseidechse, Iberolacerta horvathi,in Österreich zu füllen, wurde eine Computermodellierung der potentiellen Habitate durchgeführt (Species Distribution Model). Im Praxistest wurden einige als passend ausgewiesene Standorte besucht und wir begaben uns auf die Suche nach deren Bewohnern. Ob und wie hilfreich die Computermodellierung bei der Suche nach I. horvathi war, wird anhand zahlreicher Bilder präsentiert.

Vortragende: Karin Ernst

Ort: Bibliothek der Herpetologischen Sammlung, NHM Wien, Eingang Burgring 7, 1010 Wien

Datum: Dienstag,14. Mai 2019:  18.30 - 19.30 Uhr

Gäste sind herzlich willkommen!

Foto: Christoph Riegler

Drucken E-Mail

5. Tagung der ÖGH – Landesgruppe Steiermark

5. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie – Landesgruppe Steiermark am Universalmuseum Joanneum

Samstag, 26. Jänner 2019, 09.00-13.15, Naturkundemuseum Graz

Programm 5. Tagung Landesgruppe SteiermarkTagungsort: Joanneumsviertel: Auditorium (8010 Graz, Zugang Kalchberggasse bzw. Landhausgasse)

FREIER EINTRITT

Aus organisatorischen Gründen wird um ANMELDUNG per E-Mail ersucht: office (at) wernerkammel.at

Detailiertes Tagungsprogramm 2019.

Drucken E-Mail

Vortrag: Erhaltungszuchtstation „Turtle Island“ in Graz

Morenia petersi 

Schildkröten sind laut IUCN die nach den Menschenaffen am stärksten bedrohte Wirbeltiergruppe, vier Arten scheinen in der jüngst veröffentlichten Liste der 100 am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten auf (IUCN, ZSL). Von den 356 anerkannten Arten sind 60 % in den Roten Listen der IUCN angeführt, 42 % sind als gefährdet eingestuft.

Auf der ständig wachsenden, privaten, Schildkrötensammlung der Familie PRASCHAG basierend, wurde 2013 die Erhaltungszuchtstation „Turtle Island“ in Graz, Österreich ins Leben gerufen. Die an Schildkröten artenreichste Institution Europas versucht ex-situ und in-situ Artenschutzmaßnahmen zu verknüpfen und ist an mehreren Repatriierungsprojekten maßgeblich beteiligt. Gemeinsam mit dem Zoo Schönbrunn wurde das WAZA Projekt Batagur baska ins Leben gerufen, um diese kurz vor der Ausrottung stehende Flussschildkröte in menschlicher Obhut in den Ursprungsländern und in Österreich nachzuzüchten und ein Repatriierungsprogramm einzuleiten. Aus anfänglich sieben weltweit bekannten Exemplaren ist in der Zwischenzeit ein Nachzuchtbestand von über 500 Tieren entstanden. Weitere Erhaltungszucht-Programme werden für die Mccord Schlangenhalsschildkröte (Chelodina mccordi), die in ihrer Heimat auf Roti Island ausgerottet wurde und für die dickköpfige Form der Chinesischen Rothalsschildkröte (Mauremys nigricans) betrieben. Es werden auch seltene Nachzuchterfolge aufgezeigt. Die dabei entstehenden Schwierigkeiten und Herausforderungen werden erörtert und diskutiert.

Vortragender: Peter Praschag

Ort: Bibliothek der Herpetologischen Sammlung, NHM Wien, Eingang Burgring 7, 1010 Wien

Datum: Dienstag, 26. Februar 2019:  18.30 - 19.30 Uhr

Gäste sind herzlich willkommen!

Foto: Archiv Turtle Island - Welt-Erstnachzucht der Indischen Pfauenaugen-Schildkröte (Morenia petersi).

Drucken E-Mail

Vortrag: Warane – Lebensweise und Haltung in menschlicher Obhut

Warane 

Thilo Böck, Leiter der DGHT AG Warane & Krustenechsen, entführt in die faszinierende Welt der Warane. Sie zählen zu den intelligentesten Reptilien unseres Planeten und besiedeln zahlreiche Lebensräume der Alten Welt. Ihre Haltung in Menschenhand erfordert ein umfangreiches Wissen über ihre Biologie und technische wie handwerkliche Grundlagen zur Realisierung tiergerechter Terrarien. Insbesondere Großwarane erfordern überdies auch ein entsprechendes Platzangebot. Mit dem nötigen Wissen ausgestattet, ist eine tiergerechte Haltung jedoch möglich. Wie die unterschiedlichen Lebensräume tatsächlich funktionieren und Möglichkeiten, wie sie nachzubauen sind, all das beinhaltet dieser Vortrag.

Vortragender: Thilo Böck

Ort: Bibliothek der Herpetologischen Sammlung, NHM Wien, Eingang Burgring 7, 1010 Wien

Datum: Donnerstag, 25. April 2019:  18.30 - 19.30 Uhr

Gäste sind herzlich willkommen!

Foto: THILO BÖCK Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Drucken E-Mail

Neues Vorstandsmitglied Gerhard Egretzberger

Gerhard Egretzberger 2009Bereits im Volksschulalter hatte ich Interesse an Reptilien und Amphibien. Vor allem Zauneidechsen und Erdkröten haben mich schon als Kind fasziniert. Wenige Jahre danach pflegte ich zunächst zwei Griechische Landschildkröten, die erste eigene Wohnung war dann aber sehr bald  mit kleinen Leguanarten und italienischen Eidechsen bevölkert. Diese Faszination für die Haltung von Reptilien und Amphibien und deren Freilandbiologie hat mich auch nach über 50 Jahren bis heute nicht losgelassen. Umso unerfreulicher ist aus meiner Sicht die Entwicklung der letzten Jahre, wo gezielt versucht wird, die „Terraristik“ in privaten Haushalten Schritt für Schritt zu erschweren oder sogar gänzlich zu verbieten. Wir als Gesellschaft für Herpetologie können und sollten versuchen dieser Entwicklung entgegenzuwirken, indem wir mit fachlich fundierten Argumenten eine positive Sichtweise auf die private Haltung von Reptilien und Amphibien anstreben. Parallel dazu können wir einerseits den Gesetzgeber und die Vollzugsbehörden mit unserem Fachwissen unterstützen und andererseits auch Ansprechstelle für Halter sein, um dadurch auch einen unmittelbaren Einfluss auf die gehaltenen Tiere zu nehmen.
 
Ich freue mich als Beirat für Terraristik gemeinsam mit den Mitgliedern der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie und den KollegInnen des Vorstandes für die Umsetzung dieser aus meiner Sicht sehr wichtigen Aufgabe einen Beitrag zu leisten.

 

 
 

Drucken E-Mail

Die Blindschleiche - Reptil des Jahres 2017

Die Blindschleiche ist das „Reptil des Jahres 2017“!

Reptil 2017 Foto: KwetDie beinlosen Echsen, die trotz Namen und Aussehen weder blind noch Schlangen sind, zählen zu den häufigsten Kriechtieren unserer Heimat und sind in weiten Teilen Mitteleuropas fast flächendeckend verbreitet. Die verbliebenen Lebensräume unserer Kulturlandschaft besiedelt die Blindschleiche in relativ gesunden Beständen – so scheint es zumindest, denn unter allen einheimischen Reptilien ist sie tatsächlich die Art, deren Biologie am wenigsten erforscht ist. Auch Kenntnisse über ihre die lokalen Bestandsentwicklungen, die für den langfristigen Schutz zwingend nötig sind, liegen für die Blindschleiche kaum vor. Durch die Wahl der Blindschleiche zum „Reptil des Jahres 2017“ wollen wir auf diese harmlose, nur vermeintlich gut bekannte Echsenart aufmerksam machen und einen breiten Personenkreis informieren und sensibilisieren.

Blindschleiche - Anguis fragilis

Steckbrief: Echsenart mit schlangenähnlicher Gestalt; Länge 40-45 cm; glatte Schuppen; oberseits grau bis braun, unterseits schwarzgrau; Weibchen mit schwarzem Längsstreifen auf der Rückenmitte, Männchen meist zeichnungslos; bewegliches Augenlid; kann bei Gefahr den Schwanz abwerfen.

Lebensraum: offene bis halboffene Landschaften mit Sonn- und Versteckplätzen, z. B. lichte Wälder, Felsstandorte mit Gebüsch, Moorränder, Weinberge, Abgrabungsstätten, Weg-, Straßenböschungen, Bahndämme, Heiden, Magerrasen, Streuobstwiesen, Brachflächen, naturnahe Gärten.

Lebensweise: meist verborgen in dichter Vegetation oder Verstecken; Winterruhe: Oktober bis Ende März; Paarungszeit: Mai; Ende Juli bis September Geburt von 6-12 fertig entwickelten Jungtieren; Nahrung: Regenwürmer, Nacktschnecken, Insekten, Asseln; Feinde: Vögel, Säugetiere, Schlingnatter.

Gefährdung: In den Roten Listen von Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, und Luxemburg als „ungefährdet“, von Österreich als „potenziell gefährdet“ angegeben; Gefährdungsursachen: Aufforstung von Waldlichtungen, Beseitigung von Saumstrukturen; Einsatz von Agrochemikalien; Hauskatzen; Überfahren auf Straßen und Wegen.

 Anguis fragilis Verbreitung Österreich

Verbreitung der Blindschleiche in Österreich - Quelle NHM Wien

 

Drucken E-Mail