ÖGH Exkursionen 2019

Die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie bietet in diesem Jahr verstärkt Exkursionen an. Schwerpunkt der diesjährigen Exkursionen ist das Amphib des Jahres 2019 – der Bergmolch (Ichthyosaura alpestris). Wir bitten um zeitgerechte Anmeldung. Herzlichen Dank an alle ÖGH-Mitglieder, die sich bereit erklärt haben, Exkursionen durchzuführen.

Exkursionen Symbolbild

 Überblick zu allen ÖGH Exkursionen 2019 als pdf

 

  • Mitte März

Arge NATURSCHUTZ

Kärnten: Mithilfe beim Aufbau von Amphibienschutzzäunen

Orte: AW 146 Nesseldorfer Teich Ost (Gemeinde Glanegg), AW 138 Schafferhoferteich (Stadtgemeinde St. Andrä im Lavanttal), AW 164 Albanerteich (Obergottesfeld, Gemeinde Sachsenburg). Treffpunkt und weitere Informationen werden auf www.arge-naturschutz.at/termine bekannt gegeben. Da die genauen Termine ­witterungsbedingt erst kurzfristig festgelegt werden können, ­bitten wir um Ihre Anmeldung. Sie werden dann von uns über Zeitpunkt und Treffpunkt informiert.

  • Freitag, 29. März

Arge NATURSCHUTZ

Kärnten: Exkursion I "Bergmolch – Lurch des Jahres 2019"

19.00 bis ca. 21.00 Uhr, AW 80 Ganateich in Zlan (Gemeinde Stockenboi). Treffpunkt: ADEG Kaufhaus Messner, Bichlweg 72, 9713 Zlan. Bitte um eine Anmeldung!

  • Samstag, 30. März

Dominik Ankel, HerpAG Salzburg

Salzburg: Auf der Suche nach dem Feuersalamander am Oberalmberg

Anmeldung und Information: Peter Kaufmann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Samstag, 6. April

Alexander Niedrist & Annika Busse, HerpAG Salzburg

Salzburg: Mit dem Fahrrad durch den Süden der Stadt Salzburg

Anmeldung und Information: Peter Kaufmann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Samstag 13. April

Günter Gollmann & Andrea Waringer-Löschenkohl

Wien: Exkursion zum Lurch des Jahres

Treffpunkt 10.00 Uhr bei der Busstation Hanslteich (dort kann man Autos gut parken; Busse fahren um diese Jahreszeit kaum hin, auch zu Fuß von der Endstelle der Straßenbahnlinie 43 zu erreichen). Anmeldung und Information: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Mittwoch, 1. Mai

Werner Kammel, ÖGH Landesgruppe Steiermark

Steiermark: Exkursion nach Gossendorf

Die Exkursion führt zu einem "hot spot" heimischer Amphibien und Reptilien (zumindest 13 Arten, darunter Mauer- und Smaragdeidechse), dem aufgelassenen Trass-Steinbruch Gossendorf (Gemeinde Feldbach) am Gleichenberger Kogel im südoststeirischen Vulkanland; reine Gehzeit 1 Stunde.

Treffpunkt: GH Kulmberghof, Gossendorf; Dauer: 10.00 – ca. 13.00 Uhr; anschließend Möglichkeit zum Mittagessen. Teilnahmezahl: unbeschränkt. Bei Interesse an einer Fahrgemeinschaft/Mitfahrgelegenheit wird gebeten, dies per Mail kundzutun. Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Mittwoch, 1. Mai bis Sonntag, 5. Mai

Thomas Bader & Johannes Hill

Kroatien: Exkursion nach Dalmatien

Die Reise erfolgt mit privaten PKWs. Begrenzte Teilnehmerzahl (ausschließlich ÖGH Mitglieder).

Anmeldefrist 22.03.2019, Anmeldung und Information: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

  • Samstag, 4. Mai

Werner Krupitz, HerpAG Salzburg

Salzburg: Kreuzottern-Exkursion zum Seewaldsee bei St. Koloman

Anmeldung und Information: Peter Kaufmann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Freitag, 10. Mai

Manuela Jenicek

Niederösterreich: Exkursion zum "Schlangenfelsen" im Nationalpark Thayatal

Öffentliche Anreise aus Wien ist grundsätzlich möglich, mit dem Zug bis Retz und dann mit dem Bus bis zum Nationalpark Zentrum. Anmeldung erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Samstag, 11. Mai

Karin Ernst in Zusammenarbeit mit Arge NATURSCHUTZ

Kärnten: Exkursion II "Bergmolch – Lurch des Jahres 2019"

10.00 – ca. 14.00 Uhr, Kirchbachgraben (Gailtal). Treffpunkt: Pfarrkirche Kirchbach im Gailtal, Kirchbach 39, 9632 Kirchbach. Teilnehmerzahl: mind. 5, max. 20. An- bzw. Abmeldung ist erforderlich: www.arge-naturschutz.at/termine

  • Samstag, 11. Mai

Florian Bacher

Niederösterreich: Das Helenental – Lebensraum für Würfelnatter, Grasfrosch & Co.

Der genaue Treffpunkt wird noch bekanntgegeben. Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Samstag, 11.Mai & Sonntag, 12. Mai

Peter Kaufmann, HerpAG Salzburg

Salzburg: Erster Salzburger Herpathon – 24 Stunden Kartierungswettbewerb

Amphibien- und Reptilienkartierungswettrennen im Zeichen des Naturschutzes. Anmeldung und Information: Peter Kaufmann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Donnerstag, 16. Mai bis Sonntag, 19. Mai

Werner Kammel, ÖGH Landesgruppe Steiermark

Kroatien: Exkursion auf die Insel Krk

Leider bereits ausgebucht!

  • Samstag, 25. Mai

Andreas Maletzky

Salzburg: Länderübergreifende Exkursion der ÖGH und der HerpAG zum Lurch des Jahres: Bergmolch am Ameisensee in Abtenau

Treffpunkt: 8.45 Uhr, Parkplatz zwischen B166 und Rußbach bei Hallenstein (Gemeinde Abtenau). Von Abtenau kommend Richtung Rußbach und Gosau auf der B166 Pass Gschütt Straße, gegenüber Pointinger Baustoffe die Abzweigung nach rechts in Richtung Tennishalle Rosenkranz, direkt nach Abzweigung, Parkplatz zwischen B166 und Rußbach. Dauer: ganztägig; wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk, Fernglas, Rucksack mit Jause und gute Laune nicht vergessen! Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Sonntag, 9. Juni

Susanne Stückler, Silke Schweiger & Ria Sonnleitner

Niederösterreich: Amphibien und Reptilien der Waldviertler Moorlandschaft

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Parkplatz des Besucherzentrums UnterWasserReich in Schrems (Moorbadstraße 4, 3943 Schrems). Tagesproviant bitte mitnehmen! Es gibt auch Einkaufsmöglichkeiten in Schrems. Bei spontanem Schlechtwetter kann auch eingekehrt werden ("Waldviertler Sepp"). Die Reise erfolgt mit privaten PKWs. Anmeldung erforderlich (begrenzte Teilnehmerzahl): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

  • Samstag, 15. Juni

Karina Smole-Wiener in Zusammenarbeit mit der Arge NATURSCHUTZ

Kärnten: Exkursion III "Bergmolch – Lurch des Jahres 2019"

10.00 – ca. 13.00 Uhr, Klippitztörl. Treffpunkt: Schwarzkogelhütte, Kliening 50, 9462 Bad St. Leonhard. Teilnehmerzahl: mind. 5, max. 20. An- bzw. Abmeldung ist erforderlich: www.arge-naturschutz.at/termine

  • Sonntag, 16. Juni

Gerda Ludwig, Florian Glaser & Peter Morass, ÖGH Landesgruppe Tirol

Tirol: Bergmolchexkursion ins Fotscher Tal

Wir unternehmen eine Tageswanderung in das Fotscher Tal und wollen dabei auch Freilanddaten zu den dort lebenden Bergmolchen erheben. Gerda führt hier seit vielen Jahren Forschungen an Grasfrosch & Co. durch und kennt das Gebiet wie ihre Westentasche. Der Anstieg beträgt ca. 2 Stunden und setzt eine gute körperliche Grundkondition voraus. Festes Schuhwerk, warme Kleidung, Regenschutz, Proviant und ausreichend Wasser nicht vergessen! Bitte keine Hunde! Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung und Gefahr! Genaueres zu Organisation und Treffpunkt wird rechtzeitig auf der Homepage bekannt gegeben: https://www.herpetozoa.at/index.php/landesgruppen/regionalgruppe-tirol

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Der Bergmolch - Lurch des Jahres - in Österreich

Der Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) ist eine zentraleuropäische Amphibienart, die mit verschiedenen Ausläufern, isolierten Populationen und aktuell sechs anerkannten Unterarten bis in die nördliche Bretagne, Nordspanien, die Karpaten, südwärts bis Mittel- und Süditalien sowie über den Balkan bis auf die Peloponnes in Griechenland vorstößt.

Bergmolch Ichthyosaura alpestris
In Österreich ist er die am weitesten verbreitete Schwanzlurchart Österreichs und kommt in allen Bundesländern vor. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt im Hügelland und in den Gebirgen der westlichen bzw. zentralen Landesteile, während die Vorkommen Richtung Norden und vor allem Osten ausdünnen. In den Tieflagen im Osten Niederösterreichs, dem Nord- und Mittelburgenland fehlt die Art. Die östliche Verbreitungsgrenze verläuft durch die Stadt Wien bzw. das südliche Burgenland. Verbreitungslücken in Teilen von Ober- und Niederösterreich (Inn-, Mühl- und Waldviertel), oder den Zentralalpen lassen sich wohl vielfach durch Kartierungsdefizite erklären. Die Höhenverbreitung verläuft zwischen 200 m ü. NN in Wien und 2.380 m ü. NN am Reißeck in den Kärntner Zentralalpen. Bekannte große Einzelvorkommen mit mehreren Tausend adulten Individuen stammen durchwegs aus Seen und Feuchtgebieten in Seehöhen über 1.000 m ü. NN., wie etwa am Ameisensee, am Vorderschlumsee, oder im Weißpriachtal im Bundesland Salzburg.

Bergmolch Karte

Der typische Lebensraum des Bergmolches in Österreich besteht aus größtenteils lichten, gut strukturierten Laub- und Mischwäldern mit erhöhtem Totholzanteil, oder Komplexen aus Zwergstrauchheiden, Feuchtgebieten bzw. Mooren oberhalb der Waldgrenze. Wesentlich ist ein dichtes Gewässernetzwerk. Ein Schlüsselfaktor im Landlebensraum ist neben hoher Bodenfeuchte die Verfügbarkeit von reichlich Versteckplätzen in Form von liegendem Totholz oder Lückensystemen z.B. in überwuchertem Geröll. Sehr unterschiedliche Typen von Laichgewässer werden genutzt. Einerseits handelt es sich um kleinere, oft nur temporär Wasser führende Stillgewässer wie (Wagenspur-)Tümpel, Quellstaue, Stillbereiche von Entwässerungsgräben oder Pfützen. Andererseits werden, vor allem in höheren Lagen, auch größere Gewässer genutzt, sofern sie fischfrei sind und eine ausreichende Strukturierung aufweisen.

Bergmolch Ichthyosaura alpestris Habitat

Typische syntope Amphibienarten sind der Grasfrosch (Rana temporaria) – dessen Eier vor allem in Gebirgspopulationen eine überaus wichtige Nahrungsquelle für die Molche darstellen - und die Erdkröte (Bufo bufo), in mittleren Seehöhen auch die Gelbbauchunke (Bombina variegata) und der Feuersalamander (Salamandra salamandra). Umgekehrt sind im Verbreitungsgebiet in Laichgewässern von Kamm- (Triturus cristatus s.l.) und Teichmolchen (Lissotriton vulgaris) zumeist auch Bergmolche zu finden.

Bezüglich der Jahresaktivität sind in Österreich Nachweise von Adulttieren aus allen 12 Monaten dokumentiert. Die deutliche Mehrheit aller Beobachtungen fällt in den Zeitraum Ende März/Anfang April bis Mitte/Ende August und erstreckt sich somit über gut fünf Monate mit Schwerpunkt in der ersten Hälfte dieser Zeitspanne. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Tiere im oder am Laichgewässer. Nachweise von Larven sind von Mitte April bis Ende Oktober dokumentiert, mit Schwerpunkt zwischen Ende Juni und Anfang September. Im Toten Gebirge (Kalkalpen im Grenzgebiet von Oberösterreich und Steiermark) durchgeführte Studien zum Alter von Bergmolchen mittels Skeletochronologie bzw. Langzeitmarkierungen zeigten, dass die Geschlechtsreife erst mit rund 10 Jahren eintritt und ein Maximalalter von rund 30 Jahren erreicht werden kann.

Wie alle in Österreich beheimateten Amphibienarten gilt für Individuen bzw. Lebensräume des Bergmolches in allen neun Bundesländern ein strenger Schutz. In der nationalen Roten Liste wird die Art als "Gefährdung droht" ("near threatened") gelistet. Aussagen über die Bestandsentwicklung des Bergmolches sind allerdings kaum möglich, da entsprechende Monitoringprojekte fehlen. Die Gefährdungsfaktoren sind, auch aufgrund der weiten Verbreitung in verschiedenen Lebensraumtypen, mannigfaltig. Es handelt sich um den laufenden Verlust bzw. die Degradierung von Laichgewässer durch Verfüllung, Trockenlegung, Fischbesatz oder Eutrophierung (Gülle). Weiters die massive Nutzungsintensivierung in der Land- und Forstwirtschaft, inklusive des Einsatzes von Pestiziden und der verstärkten Nutzung von Flächen im Gewässerumfeld. Die laufende Lebensraumzerschneidung durch das wachsende (Forst-)Straßennetzwerk sowie die strukturelle „Ausräumung“ der Landschaft, führen wiederum zu immer weniger Wanderkorridoren bzw. Trittsteinen in Form von Wegrainen, Waldsäumen oder Ufergehölzen.

Broschüre

Flyer

Kinder-Broschüre

Poster

Fotos Christoph Riegler: Bergmolch Männchen, Habitat in den Hohen Tauern. Verbreitungskarte Bergmolch (Quelle NHM Wien)

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ÖGH Jahrestagung 2019 Rückblick

Bereits im Vorfeld gab es erfreulicherweise eine noch nie da gewesene Zahl von Anmeldungen. Das schaffte eine deutliche Erleichterung für die Organisatoren. Die diesjährige Tagung war zugleich eine Jubiläumstagung und mit einer Gesamt-Teilnehmerzahl von 165 Personen wieder sehr gut besucht. Um dem Jubiläum gerecht zu werden, wurde im Reptilien-Schausaal vor der in Neugestaltung befindlichen Anakonda-Vitrine auf das 30. Tagungs-Jubiläum mit Mojitos angestoßen.

Jahrestagung 2019 Gruppenbild (Foto: Ch. Riegler)


Erfreulich auch, dass wir bei der Tagung einige neue Mitglieder willkommen heißen konnten. Die erstmals angebotenen T-Shirts fanden guten Anklang und wurden fast alle verkauft. Schon am ersten Tagungstag, dem Freitag fanden sich ungewöhnlich viele Teilnehmer ein, die Interesse an den feldherpetologischen Themen zeigten. In Summe sorgten 29 Vortragende für ein abwechslungsreiches und hoch geschätztes Programm.

Der Österreichische Forschungsfond für Herpetologie (ÖFFH), der Gelder vom Tiergarten Schönbrunn und ÖGH für Forschungsvorhaben zur Verfügung stellt, unterstützt diesmal Projekte von Sonia PÉREZ ARIAS und Camillo RODRIGUEZ.

Tagungsprogrogramm 2019

Programm ÖGH Tagung 2019 klein

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Reptilientag der ÖGH

Leiste Reptilientag

„Reptilientag der ÖGH in den Blumengärten Hirschstetten“

Die Veranstaltung wendet sich vor allem an Terrarianer und Praktiker, die sich speziell mit Reptilien beschäftigen und an all jene, denen Reptilien ein Anliegen sind. Ambitionierte Praktiker, wie auch Feldherpetologen und Wissenschafter sind herzlich dazu eingeladen, ihre Erfahrungen auszutauschen und über ihr Wissen in Form von Präsentationen zu berichten. Wissenswertes über Haltung, Zucht, Biologie und Schutz von Reptilien steht im Mittelpunkt. Interessenten sollen auf diesem Weg die Möglichkeit finden, sich zu vernetzen.

Berichte

  • Reptilientag 2018

Am 22. September 2018 fand zum ersten Mal der „ÖGH Reptilientag“ statt, ein Treffen von herpetologisch interessierten Fachleuten und Liebhabern. Trotz des nasskalten regnerischen Wetters fanden sich über 40 Teilnehmer im urigen „Stadl“ ein und folgten den durchwegs gelungenen und spannenden Vorträgen. Die „Palmenhaus Kulinarik“ bot in der Mittagspause Imbisse an. Die Tagung wurde mit einer Führung durch die zoologischen Anlagen abgerundet. Der Leiter des Zoos, Ronald Lintner, der auch die Tagung vor Ort organisatorisch unterstützte, erklärte dabei ausgiebig die Aufgaben des dort angesiedelten Tiergartens und ging eingehend auf dessen Entstehung und die weitere Entwicklung der Anlagen ein. Das durchwegs positive Echo ermutigt zu weiteren Treffen in den kommenden Jahren. Der Leitung der Blumengärten Hirschstetten und der Wiener Stadtgärten sei für die Unterstützung herzlichst gedankt!

Fotos: Thomas Wampula & Christoph Riegler

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ÖGH-Exkursion zur Kroatischen Gebirgseidechse in Kärnten, 2017

 

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Im Rahmen der Masterarbeit von Karin Ernst wurde eine viertägige Exkursion für Mitglieder der ÖGH nach Kärnten, in das Gebiet des Pressegger Sees angeboten (15. bis 18. Juni 2017). Ziel dieser Exkursion war es, neue Erkenntnisse über die bevorzugten ökologische Nischen und die aktuelle Verbreitung der Kroatischen Gebirgseidechse Iberolacerta horvathi (MÉHELY, 1904) zu gewinnen. Die am Donnerstag und Freitag besuchten Standorte stellten sich zwar zum Teil als „herpetofaunistische Paradiese“ heraus, nur scheinbar nicht für I. horvathi. Umso größer war die Freude, als wir am Samstag von der Modellvorhersage in eine wunderschöne Klamm zu einer optimalen Felswand geführt wurden, die tatsächlich Kroatische Gebirgseidechsen beheimatet. Trotz der dort hohen Individuen-Dichte, war das Vorkommen an diesem Standort bisher nicht bekannt. Alles in Allem war es eine aufregende Exkursion in beeindruckender Landschaft, mit vielen biologischen Highlights, die erfolgreich mit optimalem Wetter und einem neuen I. horvathi - Fundort abgerundet wurde.

 

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautor Thomas Wampula

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautor Thomas Wampula

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautor Thomas Wampula

Kärnten 2017

Bildautor Thomas Wampula

Kärnten 2017

Bildautor Thomas Wampula

Kärnten 2017

Bildautor Thomas Wampula

Kärnten 2017

Bildautor Thomas Wampula

Kärnten 2017

Bildautor Thomas Wampula

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautor Thomas Wampula

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Kärnten 2017

Bildautorin Karin Ernst

Fotos: Karin Ernst, Thomas Wampula

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Monatsprogramm

Die ÖGH veranstaltet  einmal pro Monat einen Vortrag zu unterschiedlichen herpetologischen Themen. Der Vortrag findet immer in den Bibliotheksräumen der Herpetologischen Sammlung statt. Beginn ist immer (wenn nicht anders angekündigt) um 18 Uhr 30. Gäste sind herzlich willkommen.

 2019 1 ÖGH Programm 1

 2019 1 ÖGH Programm 1

 2019 1 ÖGH Programm 1

 2019 1 ÖGH Programm 1

Zurückliegende Veranstaltungen (als PDF herunterladen)

das aktuelle Monatsprogramm als download

Monatsprogramm Februar bis Juli 2018

Monatsprogramm September 2017 bis Jänner 2018

Monatsprogramm  Jänner bis Juni 2017

Monatsprogramm September 2016 bis Jänner 2017

Monatsgrogramm Februar bis Juni 2016

Monatsprogramm September 2015 bis Jänner 2016

Monatsprogramm Jänner bis Juni 2015

Monatsprogramm September 2014 bis Jänner 2015

Monatsprogramm September 2013 bis Jänner 2014

Monatsprogramm Februar bis Juni 2013

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ÖGH Jahrestagung

Die Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie wird jedes Jahr im Jänner im Naturhistorischen Museum Wien abgehalten.

Tagungsort

Naturhistorisches Museum Wien

Burgring 7, A-1010 Wien

Abendveranstaltungen finden meist im Gasthaus Plutzer Bräu statt.

Ort: Schrankgasse 2 / Ecke Stiftgasse, A-1070 Wien

Unterschiedliche Themenschwerpunkte werden im Rahmen der dreitätigen Tagung behandelt

  • Wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Forschungsbereich der Herpetologie
  • Schutz von Amphibien und Reptilien und ihrer Lebensräume
  • Feldherpetologische Studien und Reiseberichte
  • Gesetzliche Bestimmungen bezüglich Haltung, Zucht, Transport, Erwerb und Behandlung von Reptilien und Amphibien
  • Haltung, Zucht und Krankheiten von Amphibien und Reptilien
  • Planung, Bau, Technik und Einrichtung von Vivarien

Für Mitglieder der ÖGH gibt es eine ermäßigte Tagungsgebühr. Referenten sind von der Tagungsgebühr befreit.

Das Rahmenprogramm bietet unterschiedliche Führungen durch das Naturhistorische Museum, wie z. B. in die Depoträume der wissenschaftlichen herpetologischen Belegsammlung. Außerdem findet am Freitag ein „Icebreaker“ (Sektempfang) in den Schauräumen des Naturhistorischen Museums statt.

Eine Verkaufsausstellung für terraristische und herpetologische Literatur der Chimaira Buchhandels GmbH www.chimaira.de bietet in den Pausen die Möglichkeit ausgiebig in Fachliteratur zu stöbern.

Unterstützer

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Richtlinien für Vortragende

  • Ca. 25 Min. Redezeit (Abweichungen nach Rücksprache mit dem Tagungskomitee)
  • Mit der Anmeldung des Vortrags ist ein Abstract einzureichen (Umfang: 700 Zeichen inklusive Leerzeichen). 
  • Zusammen mit dem Abstract sind zwei vortrags- relevante Abbildungen mitzusenden. (Auflösung mindestens 300 dpi bei einer Wiedergabegröße von 40 mm x 60 mm)

Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie erhalten auch ohne Anmeldung das komplette Tagungsprogramm zugesandt. Wenn sie noch nicht Mitglied der ÖGH sind, finden sie das Programm ab Mitte Dezember auf der Homepage der ÖGH.

Tagungsprogrogramme der letzten Jahre

Programm ÖGH Tagung 2019 klein Programm Jahrestagung 2018 Programm Jahrestagung 2017 Programm Jahrestagung 2016
Programm Jahrestagung 2015 Programm Jahrestagung 2014 Programm Jahrestagung 2013 Programm Jahrestagung 2012

 

30 Jahre Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie

Als am 2. Dezember 1989 das Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) Gerald Benyr wenig mehr als ein Dutzend Experten und am Thema Exotenhaltung Interessierte zum "1. Terrarianer- Treffen" zusammenrief, ahnte wohl kaum einer der Anwesenden, dass dieser amikale Gedankenaustausch im Kursraum des Naturhistorischen Museums in Wien der Anstoß zur Füllung einer beträchtlichen Lücke in einem speziellen Feld der Erwachsenenpädagogik war. Die 1999 zur "Jahrestagung der Österreichische Gesellschaft für Herpetologie" umbenannte Tagung wurde zum jährlichen fixen Treffpunkt der Herpetologen- und Vivaristengemeinde Österreichs mit einer inzwischen beachtenswerten internationalen Beteiligung.

Im Jänner des Jahres 2019 fand die 30. Jahrestagung statt, die die ÖGH arrangiert und organisiert hat. Anlässlich dieser 30. Jahrestagung der ÖGH werden von einem der früheren Organisatoren die Programme der 30 Tagungen zusammengetragen und dokumentiert. Obgleich der qualitative Zustand der Quellen, die an die Tagungsteilnehmer verteilten Ausdrucke der Programme, sehr unterschiedlich war, konnten alle dreißig Programmhefte rekonstruiert werden und die meisten in ihrem Originalzustand dargestellt werden.

Der Zweck der Zusammenstellung ist die schriftliche Fixierung der vorhandenen Bestände an Daten zu den Tagungen um diese dann allen geschichtswissenschaftlich Interessierten zugänglich zu machen. (verfasst von Andreas R. Hassl im Feb. 2019)

 Die Programme als PDF (37mb)

 

Bilder der vergangenen Tagungen

ÖGH Jahrestagung 2019
Fotos © Riegler
ÖGH Jahrestagung 2018 
Fotos © Riegler
ÖGH Jahrestagung 2017 
Fotos © Wöss, Bader
ÖGH Jahrestagung 2016 
Fotos © Riegler
ÖGH Jahrestagung 2015 
Fotos © Riegler
ÖGH Jahrestagung 2014
Fotos © Kracher, Ochsenhofer, Riegler
ÖGH Jahrestagung 2013 
Fotos © Ochsenhofer
ÖGH Jahrestagung 2012
Fotos © Riegler, Ochsenhofer

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Molchlertag und Froschlertag - Die Schönbrunner Amphibientage der ÖGH

Mit dem Molchlertag 2014 wurde nach zweijähriger Pause eine Tradition wiederbelebt, die auf die Aktivitäten von Günter Schultschik zurückgeht, der diese Urodelentagung über viele Jahre hinweg hervorragend gestaltet und organisiert hatte. 2016 wurde dem schon 16. Molchlertag der 1. Froschlertag zur Seite gestellt – zusammen bilden die beiden Veranstaltungen die „Schönbrunner Amphibientage der ÖGH“.

Molchlertag und Froschlertag wenden sich vor allem an Terrarianer und Praktiker, die sich speziell mit Amphibien beschäftigen, aber auch an Herpetologen, die sich mit Urodelen und Anuren befassen und an all jene, denen der Schutz (auch) dieser Tiergruppen am Herzen liegt. Wir sehen uns als Forum, in welchem amphibienrelevante Themen behandelt werden: Die Amphibientage der ÖGH wollen Lurchbegeisterten, vom Wissenschafter bis zum ambitionierten Liebhaber, eine Möglichkeit der Begegnung und des Austausches bieten, Wissen zusammentragen und vermehren und die Menschen, die sich dieser Leidenschaft verschrieben haben, miteinander vernetzen.

Sollten Sie Beiträge für die folgenden Amphibientage melden wollen, Fragen dazu haben, oder in den Ankündigungsverteiler aufgenommen werden (wenn Sie kein ÖGH-Mitglied sind), so wenden Sie sich bitte an diese Adresse:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (alternativ auch Florian Glaser: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Christian Proy: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Schönbrunner Amphibientage der ÖGH 2017

Berichte

  • Amphibientage 2017

Die Schönbrunner Amphibientage der ÖGH 2017 haben am 25. Und 26. November im Elefantensaal im Tiergarten Schönbrunn stattgefunden. Die Schwanz- und Froschlurchtagung unserer Gesellschaft lockt jedes Jahr mehr Amphibienbegeisterte an: Zum schon 17ten Molchlertag fanden sich mehr als 80 und zum 2ten Froschlertag an die 70 Besucher ein.
Die Referenten waren gut gelaunt und entspannt, die Vorträge aber spannend und gescheit – die Stimmung war hervorragend. Wer die Veranstaltung versäumt hat, hier noch einmal das Programm mit allen Referenten. Sobald die Kurzfassungen eingelangt sind, werden sie auf der Homepage der ÖGH zur Verfügung gestellt(so wie dies auch für die Molchlertage 2014 und 2015 angeboten wird – allein die Zusammenfassungen der Amphibientage 2016 fehlen noch).
Vortragende und Gäste stammten nicht nur aus unserem Lande, sondern auch aus Tschechien, der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden.
Vielen herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen der Amphibientage beigetragen haben, vor allem an die Referenten!

Bilder der Veranstaltung

  • Amphibientage 2016 

Fotos: Christoph Riegler

Fotos: Thomas Wampula

Fotos: Christoph Riegler

Tagungsort

Die Schönbrunner Amphibientage finden jeweils an einem Wochenende im November im Elefantensaal  im Tiergarten Schönbrunn statt (Samstag- Molchlertag und Sonntag-Froschlertag).

Die Kurzfassungen der Vorträge 2015

Programm

Die Kurzfassungen der Vorträge 2014

Programm

  • Florian Glaser, Batrachochytrium salamandrivorans – eine mögliche Gefahr für Molche und Salamander in Österreich?
  • Peter Kienast, Necturus maculosus - Der gefleckte Furchenmolch. Haltung und Nachzucht
  • Christoph Leeb, Einschleppung griechischer Molche im Raum Kaltenleutgeben? Erste Ergebnisse einer genetischen Studie
  • Christoph Leeb, Haarige Molche im Lainzer Tiergarten
  • Heinrich Mayrhofer, Molchhaltung im Gewächshaus?
  • Karl Neubauer, Haltung und Zucht von Notophthalmus viridescens louisianensis
  • Doris Preininger & Thomas Wampula, Reingewaschen: Chytrid-Behandlung der Amphibien im Tiergarten Schönbrunn
  • Günter Schultschik, Fünfundzwanzig Jahre Urodelenhaltung in Österreich
  • Silke Schweiger, Leichen im Keller und Drachen vor der Tür – was tun? Von Lebenden und Toten – die Sammelleidenschaft des Naturhistorischen Museums Wien
  • Thomas Wampula, Ein Hustensaftlieferant aus dem Patzcuaro-See: Ambystoma dumerilii Ein neuer, hochgefährdeter „Axolotl“ im Tiergarten Schönbrunn

Zur Geschichte des Molchlertages

Unterstützer

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ÖGH Exkursion 2016 - Cres/Kroatien

DSC 0216Die jährliche ÖGH-Exkursion 2016 der Arbeitsgemeinschaften Feldherpetologie und Schlangen wurde auf Grund des starken Andrangs zweimal durchgeführt. Der erste Termin war vom 15. bis 18. April, der zweite vom 26. bis 29. Mai. Bei beiden Exkursionen wurde in der Stadt Cres Quartier bezogen. In der ungefähren Mitte der Insel gelegen, konnten die jeweiligen Gegenden relativ schnell erreicht werden. So besuchten wir bei beiden Exkursionen Gebiete von der Stadt Beli im Norden bis zur Stadt Osor im Süden und bekamen einen guten Überblick über die Herpetofauna in den verschiedenen Lebensräumen der Insel. Höhepunkte waren der Besuch der eingeschleppten Dalmatolacerta oxycephala Population an der Stadtmauer von Osor, die Europäischen Sumpfschildkröten, Emys orbicularis in 3 Teichen nordöstlich von Osor [hier stellt sich die Frage, ob es sich bei den Sumpfschildkröten auf Cres überhaupt um authochthone Tiere handelt], Griechische Landschildkröten, Testudo h. boettgeri nördlich von Beli, sowie Vierstreifen- (Elaphe quatuorlineata) und Äskulapnattern (Zamenis longissimus). Leider konnten von der Leopardnatter, Zamenis situla neben mehreren überfahrenen Exemplaren nur ein Tier lebend gefunden werden.

Ein ausführlicher Bericht über beide Exkursionen wird in der ÖGH-Aktuell Nr. 44 nachzulesen sein.

Fotos: Christoph Riegler

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